Menthol
Bio-Menthol und synthetisches Menthol – woher es kommt, woraus es besteht und wie es hergestellt wird.
Menthol ist der Stoff hinter dem kühlen Atemzug. Es steckt natürlich in der Minze – kann aber auch komplett im Labor gebaut werden. Hier siehst du beide Wege im direkten Vergleich.

Woraus besteht Menthol?
Chemisch ist Menthol ein Monoterpen-Alkohol mit der Formel C10H20O – aufgebaut aus zehn Kohlenstoff-, zwanzig Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Entscheidend ist die räumliche Anordnung: Von acht möglichen Varianten (Isomeren) ist nur L-Menthol die, die wirklich frisch riecht und dieses Kühlgefühl auslöst. Genau dieses L-Menthol bildet die Minzpflanze von Natur aus.
C10H20O
Molekülformel
L-Menthol
Die wirksame Form
~ 36–38 °C
Schmelzpunkt
Kristallin
Fester Zustand
Wo Menthol gewonnen wird
Natürliches Menthol kommt aus der Minze. Die wichtigste Quelle ist die Ackerminze (Mentha arvensis), deren ätherisches Öl besonders mentholreich ist. Daneben liefert die Pfefferminze (Mentha piperita) das klassische, etwas weichere Pfefferminzöl. Die größten Anbaugebiete liegen in Indien – vor allem in der Region Uttar Pradesh –, weitere in China, Brasilien und in Teilen Europas.

So entsteht Bio-Menthol
Der pflanzliche Weg beginnt auf dem Feld und endet bei Kristallen – ohne chemische Neusynthese.

Bio-Anbau
Minze wächst ohne synthetische Pestizide und Kunstdünger auf dem Feld.
Ernte & Antrocknen
Die Blätter werden geschnitten und leicht angetrocknet – so bleibt das Öl erhalten.
Wasserdampf-Destillation
Heißer Dampf löst das ätherische Öl, beim Abkühlen trennt sich Öl von Wasser.
Kristallisation
Kontrolliertes Abkühlen lässt reines Menthol als weiße Kristalle auskristallisieren.
So entsteht synthetisches Menthol
Rund um den Globus wird der größte Teil des Menthols heute industriell hergestellt – planbar, günstig und unabhängig von Ernten. Der Preis dafür: keine Pflanze im Prozess.

Rohstoff aus der Industrie
Start meist bei m-Kresol/Thymol oder bei Myrcen aus der Terpenchemie.
Chemische Umsetzung
Hydrierung und Zyklisierung im Reaktor unter Druck und mit Katalysatoren.
Isomer-Trennung
Nur L-Menthol kühlt richtig – die übrigen Isomere müssen abgetrennt werden.
Reinkristallisation
Am Ende steht chemisch reines Menthol – ganz ohne Pflanze im Prozess.
Bio vs. synthetisch
Auch der Duft unterscheidet sich spürbar: Bio-Menthol aus der Minze riecht wärmer und sanfter, weil es von Natur aus mit weiteren Pflanzenbestandteilen verwoben ist. Synthetisches Menthol wirkt dagegen oft künstlicher und kantiger – viele assoziieren den Geruch mit einem medizinischen oder kühlen Labor-Menthol, das weniger rund schmeichelt.
Alle BREZE Sticks haben denselben Mentholanteil
Mentory, Solaya und Luvien enthalten exakt die gleiche Menge Menthol. Der Unterschied liegt allein in der Duftkomposition drumherum – kühl-klar, warm-fruchtig oder tief-erdig. Das Frischegefühl bleibt in jeder Sorte identisch.
Häufige Fragen zu Menthol
Herkunft, Herstellung und was das für BREZE bedeutet.
Menthol ist ein natürlicher Bestandteil des Pfefferminzöls – chemisch ein sogenannter Monoterpen-Alkohol (C10H20O). Es ist bei Raumtemperatur ein weißer, kristalliner Stoff mit dem typischen minzigen Duft und dem bekannten Kühlgefühl auf Haut und Schleimhaut.
Klassisch aus Minzarten: vor allem aus der Ackerminze (Mentha arvensis, häufig 'Cornmint') und aus der Pfefferminze (Mentha piperita). Ackerminze hat den höchsten natürlichen Mentholgehalt und ist deshalb die wichtigste Quelle für Naturmenthol. Angebaut wird sie überwiegend in Indien, außerdem in China, Brasilien und Teilen Europas.
In vier Schritten: 1) Bio-Anbau ohne synthetische Pestizide und Kunstdünger. 2) Ernte und Antrocknen der Blätter. 3) Wasserdampfdestillation – heißer Dampf löst das ätherische Öl aus dem Pflanzenmaterial, der Dampf wird gekühlt, Öl und Wasser trennen sich. 4) Kristallisation: Das mentholreiche Öl wird kontrolliert abgekühlt, das Menthol kristallisiert aus und wird abgetrennt. Übrig bleiben die typischen weißen Menthol-Kristalle.
Synthetisches Menthol entsteht im Chemiereaktor, meist aus petrochemischen oder holzbasierten Ausgangsstoffen. Typische Wege starten bei Thymol (aus m-Kresol) oder bei Myrcen bzw. Citronellal aus der Terpenchemie. Danach folgen Hydrierung, Zyklisierung und eine aufwendige Trennung der Isomere, denn nur das L-Menthol riecht und kühlt richtig. Das Ergebnis ist chemisch sehr rein, entsteht aber vollständig industriell und ohne Pflanze.
Chemisch ist L-Menthol L-Menthol – der Unterschied liegt in Herkunft, Herstellungsweise und Begleitstoffen. Natürliches Minzöl bringt zusätzlich weitere Pflanzenbestandteile mit, die den Duft runder machen. Synthetisches Menthol ist isoliert und dadurch flacher im Charakter. Wir entscheiden uns aus Überzeugung für den pflanzlichen Weg.
Alle BREZE Sticks – Mentory, Solaya und Luvien – haben exakt denselben Mentholanteil. Der Unterschied zwischen den Sorten liegt ausschließlich in der Duftkomposition drumherum, nicht in der Menthol-Menge. So bekommst du bei jeder Sorte dasselbe klare Frischegefühl.
Menthol spricht Kälterezeptoren in der Haut und Schleimhaut an. Diese melden dem Gehirn 'kalt', obwohl die Temperatur unverändert bleibt. Deshalb fühlt sich ein Atemzug frisch und klar an, ohne dass tatsächlich etwas abkühlt.
Nein. BREZE ist kein Arzneimittel und kein Medizinprodukt und nicht zur Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten bestimmt. Unsere Sticks sind für bewusste Duftmomente im Alltag gemacht.
Hinweis: Die Abbildungen sind illustrative Darstellungen typischer Produktionsschritte. BREZE ist kein Arzneimittel und kein Medizinprodukt.
